IB-Modellprojekt „KULTUR von Anfang an“ startete im Januar …

Die Mitgliederversammlung hat bereits im Jahr 2009 in Berlin den Antrag „Zukunftsgestaltung und Zukunftssicherung“ mit überwältigender Mehrheit verabschiedet. Die Umsetzung des MV-Antrages von 2009 hat in den letzten 2 Jahren zu vielen positiven Ergebnissen geführt. Ein Aspekt ist dabei die Entwicklung des Bereiches „Kultur als integraler Bestandteil der Angebote des IB“.

Der Deutsche Bundestag hat durch die Einsetzung einer Enquête-Kommission einen Bericht zur „Kultur in Deutschland“ in Auftrag gegeben, der 2007 auch mit einer Bestandsaufnahme und zahlreichen Handlungsempfehlungen zur kulturellen Bildung veröffentlicht wurde: „Die Enquête-Kommission empfiehlt Bund, Ländern und Kommunen, in die Kulturelle Bildung zu investieren; insbesondere in der Früherziehung, in der Schule, aber auch in den außerschulischen Angeboten für Kinder und Jugendliche sollte Kulturelle Bildung gestärkt und schwerpunktmäßig gefördert werden. Kulturelle Bildung ist unverzichtbarer, integraler Bestandteil von Bildung wie von Kultur und eine Querschnittsaufgabe verschiedener Politikfelder.“ Kunst- und Musikunterricht kennt jeder, aber ist das schon kulturelle Bildung? Zweifelsfrei steht fest: Der Begriff „Kulturelle Bildung“ hat Hochkonjunktur und bedeutet Bildung zur kulturellen Teilhabe. Kulturelle Teilhabe bedeutet Partizipation am künstlerisch kulturellen Geschehen einer Gesellschaft im Besonderen und an ihren Lebens- und Handlungsvollzügen im Allgemeinen. Kulturelle Bildung gehört zu den Voraussetzungen für ein geglücktes Leben in seiner personalen wie in seiner gesellschaftlichen Dimension. Kulturelle Bildung ist konstitutiver Bestandteil von allgemeiner Bildung. Kulturelle Bildung hat zum Ziel, Menschen durch die Auseinandersetzung mit künstlerischen Ausdrucksformen an den Umgang mit Kunst und Kultur heranzuführen, ihr Verständnis für künstlerische und kulturelle Phänomene zu fördern sowie künstlerische Techniken zu vermitteln.

Eine tolle Bestätigung der bisherigen Jugendkulturarbeit der Pirmasenser JugendKulturWerkstatt war der im September getroffene Beschluss des Vorstandes das modellhafte Projekt „KULTUR von Anfang an“ für ein Jahr aus Mitteln des IB-Innovationstopfes zu fördern. Bei dem Modellvorhaben stehen die Entwicklung, Erprobung und Implantierung beispielhafter innovativer kooperativer Angebotsformen der kulturellen Kinderund Jugendbildung der Pirmasenser JugendKulturWerkstatt (als Jugendkunstschule) gemeinsam mit Kindertagesstätten, Grundschulen und weiterführenden Schulen im Mittelpunkt. Sechs möglichst spartenübergreifende Pilotprojekte mit Kitas, Grundschulen und weiterführenden Schulen in den Sparten Musik, Tanz, Bildende Kunst, DarstellendeKunst, Literatur, Foto/Film und Moderne Medien werden gemeinsam mit den Partnereinrichtungen bedarfsgerecht entwickelt, konzipiert und durchgeführt. Begleitend erfolgt die Evaluierung des Projektes, die Reflektion und Dokumentation der Projektergebnisse. Zusätzlich ist die Entwicklung und Konzeption einer modularen Multiplikatorenschulung für Erzieher(innen), Sozialpädagog(inn)en, Schulsozialarbeiter/innen und Lehrer(inne)n vorgesehen. Ziel ist die dauerhafte Implantierung und Vernetzung kultureller Bildung in Form kooperativer Kunst- und Kulturprojekte als Regelangebote in Kindertagesstätten und Schulen. Ebenso soll das zunächst lokal verortete Modellprojekt als Beispiel für weitere Projekte innerhalb des IB dienen.

 

Partnereinrichtungen in Pirmasens sind bisher:

  • Städtische Kindertagesstätte SAMSELO (Pirmasens / Sommerwald)
  • Städtische Kindertagesstätte Rappelkiste (Pirmasens / Fehrbach)
  • Grundschule Horeb
  • Grundschule Husterhöhe
  • Förderschule Matzenberg
  • Immanuel-Kant-Gymnasium

Weitere Partnereinrichtungen könne jederzeit einsteigen.

Leave a Reply