„ZUKUNFT ZUSAMMEN – Chance für alle“

Das Projekt „ZUKUNFT ZUSAMMEN“ hatte das Ziel, sowohl den geflüchteten Menschen eine Möglichkeit zur Be- und Verarbeitung der während der Flucht erlittenen Traumata zu geben, als auch eine tolerante und positive Einstellung der Bevölkerung den neuen Mitbürgern gegenüber,  zu schaffen. In einem ersten Schritt wurden sieben sogenannte „Tandems“ gesucht, bestehend sowohl aus geflüchteten Menschen, als auch Einheimischen, die sich gemeinsam an diesem spannenden Projekt beteiligen wollten. Zu einem Großteil waren diese Tandems bereits bestehende Patenschaften. z.B. zwischen ehrenamtlichen Helfern und ihren Schützlingen. Zur Vorbereitung auf die bevorstehenden Kreativ-Workshops wurden die Teilnehmer/innen für die Themenbereiche Flucht, Heimat, Willkommenskultur und Zukunft in der Region sensibilisiert.

In einem mehrtägigen Kunst- und Medien-Workshop wurden gemeinsam „Selfie“-Fotografien der Tandems erstellt und parallel dazu Bilder (Gemälde / Zeichnungen / Collagen) erarbeitet. Der Kunstworkshop nahm innerhalb des Projekts eine wichtige Rolle ein. Zu Beginn der Woche waren die Bilder von den schlimmen Erlebnissen der Flucht geprägt und in eher dunklen Farben gehalten (Motive: Wüste, Waffen, Meer und Schiffe voll mit Menschen). Man konnte beobachten, dass zum Ende der Woche hin die Bilder immer positiver, bunter und fröhlicher wurden. Die Teilnehmer/innen gingen so in ihrer Kreativität auf, dass das vorhandene Material nicht ausreicht und sogar noch nachgekauft werden musste. In einem weiteren Schritt wurden die entstandenen „Bausteine“ digital bearbeitet und zu einem künstlerischen Plakat zusammengefügt.

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In diesem Zusammenhang ist auch wichtig zu erwähnen, dass alle Workshop-Leiter – Pouya Nemati (Bildender Künstler und kulturpädagogischer Mitarbeiter der JuKuWe Pirmasens) und  Engdaget Legesse (freischaffender Künstler aus Äthiopien, in Berlin lebend) und Hadi Hajdarevic (kulturpädagogischer Mitarbeiter der JuKuWe) – selbst einen Migrationshintergrund und somit auch einen sehr natürlichen und direkten Zugang zu den Teilnehmer/innen hatten.

Als Ergebnis entstand eine Reihe von sieben bunten und lebensfrohen Großplakaten verteilt auf 14 sorgfältig ausgewählte Plakatwände in Pirmasens. Da das Projekt in drei Gebietskörperschaften  (Zweibrücken, Pirmasens und Landkreis Südwestpfalz) gleichzeitig durchgeführt wurde, konnte die Wirkung der gesamten Aktion natürlich vervielfacht werden.  Zudem fand eine gemeinsame Abschlussveranstaltung der drei Gebietskörperschaften, mit der Präsentation der entstandenen Kunstwerke und der Videodokumentation, in der JugendKulturWerkstatt Pirmasens statt.

Die Dokumentation zum Projekt hier ansehen:

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