Elements of Homeland

Das Patchwork-Theater „Elements of Homeland“ lässt durch die Kommunikation und das Aufeinandertreffen verschiedenster Kulturen ein Spannungsfeld entstehen. Durch das vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend geförderte Großprojekt soll gemeinsam mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit und ohne Migrationshintergrund ein Zeichen für Toleranz, Integration und Vielfalt gesetzt werden. Mithilfe von Kunst-und Kulturarbeit sollen Begegnungen und Dialoge zwischen Zugewanderten und der Aufnahmegesellschaft geschaffen und positive Auswirkungen auf beiden Seiten erzielt werden. Die Leitgedanken Heimat, Flucht und Zukunft spielen bei dem aktuellen Projekt, das sich über drei Jahre hinweg erstreckt, eine große Rolle. Unter dem Namen „Elements of Homeland“ (dt. „Elemente von Heimat“) bekommen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer (12-27 Jahren) die Chance, sich frei nach ihren jeweiligen Interessen auf kreative Art und Weise durch Kunst, Musik, Medien, Tanz und Theater mitzuteilen und auszudrücken. Gemeinsam werden z.B. Texte erstellt, Kulissen und Kostüme gestaltet, es wird sich im Songwriting und im darstellenden Spiel geübt.
Als ein weiterer wichtiger Aspekt werden alle Interessierte über das Ehrenamt und bürgerschaftliche Engagement informiert und können im Rahmen des Projektes unterschiedliche Qualifikationen in den künstlerischen Bereichen, sowie Kompetenzen in der gewaltfreien Kommunikation und der interkulturellen Kommunikation erwerben. Sie bekommen die Möglichkeit, sich gezielt weiterzubilden und selbst als Mentoren tätig zu werden.
Im Projektverlauf wird ein so genanntes „Patchwork-Theater“ (engl. patch für Flicken, „Stückwerk“) entstehen, das die in den einzelnen künstlerischen Sparten erzielten Ergebnisse zu einem großen Gesamtprojekt vereint. Als Höhepunkt des Projektes wird „Elements of Homeland“ in einer Abschlussveranstaltung der breiten Öffentlichkeit präsentiert.

Ansprechpartnerin: Jennifer Frieden, JugendKulturWerkstatt Pirmasens, jennifer.frieden@ib.de, Tel.: 06331/213737

Lichtmalerei

Es gibt zahlreiche Dinge, die man mit dem Begriff „Heimat“ assoziieren kann. Für die einen ist es die Familie, die Heimat ausmacht, für die anderen ein bestimmter Ort oder ein Gegenstand. Manche können ihr Verständnis von Heimat auch gar nicht richtig in Worte fassen.
Beim Workshop „Lichtmalerei“ wurden die Teilnehmenden vor genau diese Aufgabe gestellt: „Was ist Heimat für mich?“. Anhand ihrer Definition entwickelten sie dazu passende eigene Symbole.
In unserem Fotografie-Workshop wurde dann über die einzelnen Funktionen einer Kamera gesprochen und welche kreativen Möglichkeiten sich damit bieten. In einem dunklen Raum zeichneten die Teilnehmenden ihre persönlichen Symbole mit Taschenlampen in die Luft. Durch Experimentieren mit Belichtungszeit und der sogenannten ISO-Empfindlichkeit kreierten die Teilnehmenden ihr ganz persönliches Heimat-Foto.

Stop Motion

Stop Motion ist eine Filmtechnik, bei der durch das Aneinanderreihen einzelner Fotos ein Film entsteht – ähnlich einem Daumenkino. Jede Minibewegung wird hier fotografisch festgehalten, sodass die einzelnen Bilder zusammengereiht einen flüssigen Clip ergeben. So lassen sich mit einfachen Mitteln und wenig Material die unterschiedlichsten Geschichten erzählen. In unserer Einheit dienten uns Playmobilfiguren als „Schauspieler“. Diese wurden durch minimales Verschieben und Bewegen in die richtigen Positionen gebracht, um eine Dynamik darzustellen. Vorab sammelten die Teilnehmenden Ideen für den Inhalt des Films und orientierten sich hierbei ebenfalls an der Heimatthematik. Das Ergebnis: Ein Clip, in dem eine glückliche Familie vor ihrem Haus zu sehen ist.

Photo Story

Wie der Name schon sagt, wird hierbei vor allem durch Fotos eine Geschichte erzählt. Photo Stories können unterhaltsam und witzig, lehrreich, ernst oder traurig sein. Eine Story kann sowohl aus 3 als auch aus Hunderten von Bildern bestehen. Kurz: Bei einer Photo Story ist so gut wie alles möglich. Genau deshalb ist sie eine gute Technik, um Themen aufzugreifen und zu vermitteln. Mit einer Klasse der Berufsbildenden Schule Pirmasens stand bei der Photo Story ebenfalls das Thema Heimat im Vordergrund. Im geschlossenen Kreis tauschten sich die Teilnehmenden und das Dozententeam über ihre unterschiedlichen Herkunftsländer aus, erklärten, was für sie der Begriff Heimat bedeutet und wann sie das Gefühl von Heimat empfinden. Durch diese Gespräche und durch intensive Gruppenarbeit entstanden die Ideen zu den Photo Stories. In sieben Medieneinheiten erlernten die Teilnehmenden, wie man sich vor, aber auch hinter der Kamera bewegt, was eine Photo Story ausmacht und auf was zu achten ist. Zustande kamen drei Photo Stories, in denen die Teilnehmenden als Schauspieler agierten und ihren ganz eigenen Heimatgedanken in eine Bildergeschichte packten.